Herzlich willkommen im Regionalverband Sonneberg-Hildburghausen von Bündnis90/Die Grünen! Als Regionalverband leben und arbeiten wir in einer der schönsten und idyllischsten Landstriche in Deutschland. Zwischen Rennsteig und Rhön ist die Landschaft geprägt von Wäldern, Feldern, kleinen Ortschaften und Glasindustrie. Das ist so die Oberfläche, die die Durchreisenden von Autobahn und ICE so im Vorbeirauschen wahrnehmen. Aber schon der Blick auf den Thüringer Wald zeigt, dass sich hier Etliches im Umbruch befindet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Seit 2016 frisst sich der Borkenkäfer durch Hitze und Trockenheit geschädigte Fichtenbestände. Der Wald sieht aus wie gerupft. Millionen von Festmetern Holz aus abgestorbenen Bäumen wurden per Harvester umgebrochen, auf LKW verladen, dann auf die Bahn und in alle Herren Länder verteilt. Vereine, Schulklassen, Firmen, und nicht zuletzt die Mitarbeiter der Forstbetriebe und die privaten WaldbesitzerInnen haben alles dafür getan, um den Waldschaden durch Neuanpflanzungen zu begrenzen. Wir waren auch dabei! Inzwischen lässt der massive Borkenkäferbefall etwas nach. Ein Schädling schädigt die Schädlinge. Auch in Südthüringen hat es sich herumgesprochen, dass erneuerbare Energieen Geld in die Haushaltskassen spülen. Es sind immer mehr Dächer zu sehen, auf denen PV-Anlagen glänzen, E-Autos fahren, wenn auch nur wenige, und es sind auch Wärmepumpen zu sehen. Sogar ein paar Windräder drehen friedlich im Kreis Hildburghausen ihre Runden. Wobei die Energiewende hier in unserem Landstrich gar nicht so friedlich abläuft. Es werden Halbwahrheiten verbreitet, von Infraschall, Insektensterben und Vogelschlag. Dass Vögel nachgewiesenermaßen Augen im Kopf haben und Windräder umfliegen, stört die Verbreiter dieser Halbwahrheiten wenig. Und dass sie von den Frontscheiben ihrer großen Autos noch mehr tote Insekten abkratzen müssen, auch nicht. Da wurde eine Autobahn mit hunderttausend Tonnen Beton durch den Thüringer Wald gebaut und niemand hat sich aufgeregt. Und wenn für einen Bruchteil davon das Fundament für ein Windrad gegossen wird, dann sind die Proteste groß. Dabei ist Windenergie die billigste und am besten verfügbarste Energie in Deutschland. Sie spült Geld in die Taschen der klammen Kommunen und beteiligt die Anwohner an den Gewinnen aus dem Betrieb der Anlagen. Und sie ersetzt teure Importe von Öl, Gas und Kohle. Sie ersetzt auch das Abfließen von Milliarden an Vermögen an die Besitzer der Öl- und Gasquellen. Dass diese sich das nicht gefallen lassen, müssen wir als Tatsache hinnehmen. Wessen Geld ich nehme, dessen Lied ich sing! Dieses alte thüringer Sprichwort ist immer noch aktuell. Und wenn im Internet Nachrichten auftauchen, die die Windkraft verteufeln, dann sollten wir uns alle fragen: Wem nutzt es? Wer sich sachlich über diese Themen informieren möchte, dem kann ich im eingeschränkten Maße die öffentlich rechtlichen Radio-und Fernsehsender und ihre Internet-Präsentationen wie ARD Sounds, oder die MDR-Seite in der ARD-Mediathek empfehlen. Die Abwertung dieses vom Zuschauer finanzierten Informations- und Unterhaltungsprogrammes ist Teil des Kulturkampfes, dem wir zur Zeit ausgesetzt sind. Er wird betrieben von Diktatoren dieser Welt, die von Machtsphären von Kamtschatka bis zum Brocken träumen. Oder vom Brocken bis Hawaii. Zurück in die selige Zeit der Siebziger Jahre? Wollen wir das wirklich? Wir wären hier an der Grenze die größten Verlierer dieser Weltmachtstrategien. Die Welt kann auch anders gesehen werden. Nicht von Hass zerfressen, von Zukunftsangst getrieben und nicht in der Hand von Menschen, die nur an sich denken. Engagieren Sie sich in Ihrem Heimatort bei dem Verein, der Ihnen nahe ist. Im Sport, im Heimatverein, im Naturschutz. Und in der Politik. Orientieren Sie sich an den Politikern, die Ihnen zuhören. Die Ihnen keine Angst einreden. Und bei uns. Es ist einfacher, als wir alle denken.