Natur- und Umweltschutz

Da läuft immer wieder mal eine grauweiße Brühe Richtung Itz.

Hier fotografiert in Schalkau hinter dem Tegut am 28.01.2017 nachmittags gegen 16:00 Uhr.

Lecker! Die Forellen flussabwärts werden sich freuen. Der Bach ist sonst immer glockenklar und sauber. Bis auf die Momente, in denen es eben nicht so ist. Wo die Brühe herkommt, ist nicht zu ermitteln.

Bild und Text: Heidi Büttner

Wir fordern auf zum Klimaschutz!


Unser Klima ist einem ständigen Wandel unterworfen und das Interesse der Menschen an Klima und Wetter hat in den letzten 20 Jahren überdurchschnittlich zugenommen. Ein Unwetter am Samstagabend kann ein Rockkonzert in ein Sturminferno verwandeln, und das Risiko, durch Wetterunbilden die Ernte auf dem Feld und im Garten zu verlieren, wächst exponentiell. Die Temperatur in Thüringen ist jetzt bereits knapp ein Grad Kelvin höher als noch vor 25 Jahren, die Niederschläge fallen zur Unzeit und im Unmaß, und unsere Empfindlichkeit für Wetterextreme steigt. Sonnenblumenfelder, die wir früher nur aus Ungarn kannten, breiten sich in der Thüringer Ackerebene aus. Die braunen Schnecken brauchen Wärme, um über den Winter zu kommen.
An diesen schleichenden Veränderungen in der Natur merken wir, es tut sich was. Aber wie viel Veränderung können wir uns leisten? Wie viel Änderung wird unsere Natur kompensieren können?
Die Industriestaaten passen sich mithilfe ihrer starken Wirtschaftskraft an diese Veränderung an und ziehen ihre Vorteile daraus. Freuen wir uns nicht alle auf wärmere Tage und weniger Heizkosten? Verlierer sind die Staaten der dritten Welt, die diese Anpassung nicht leisten können und mit jedem Hochwasser, jeder Dürre immer ärmer werden.
Wer Genaueres wissen will: www.pik-potsdam.de/ oder im Angebot des Deutschen Wetterdienstes www.dwd.de: www.deutscher-klimaatlas.de oder beim Helmhotz-Zentrum für Umweltforschung: www.ufz.de. Für Thüringen veröffentlicht die Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena die aktuellen Daten: www.tlug-jena.de/de/tlug/

Gentechnik muss bewusst und nachhaltig betrachtet werden.


Die Gene sind die Bibliothek unseres Lebens. Sie sind wie ein Archiv auf dass das Leben zurückgreift und bestimmte Gene aktiviert oder ausschaltet, ausgelöst durch Umweltreize. Das sagen die neuen Erkenntnisse der Epigenetik. Somit stellt Das Wachsen und Werden des Lebens einen hoch komplizierten Mechanismus dar, der unser Erbgut mit der Umwelt verbindet, so funktioniert Prägung durch Umwelteinflüsse und letztlich ist dies die Anpassung des lebenden Organismus an die abiotische Umwelt. Selbst unsere Einstellung zum Leben, unsere Lebensgewohnheiten haben einen Einfluss auf unsere Gene und somit auf unsere Gesundheit und die unserer Kinder. Man hat herausgefunden, dass Stressoren die auf schwangere Mütter wirken Einfluss auf das ungeborene Kind haben.
Wir müssen daher das Leben als einen komplexen biologischen Vorgang sehen, der in starker Wechselwirkung mit seiner Umwelt steht. Der forschende Mensch hat herausgefunden, dass epigenetische Prägungen bis in die dritte Generation der Nachkommen wirken können.
Daher sollten wir auf unsere Umwelt achten und unsere Lebensweise, daher tragen wir die Verantwortung für unsere Gesundheit und die unserer Kinder und Kindeskinder. So funktioniert unser Leben.
Wir sollten uns also fragen, ob es sinnvoll sein kann in diese komplizierten Lebensvorgänge, die an sich schon eine hochkomplexe biologische Technologie darstellen, mit groben technischen Mitteln einzugreifen und unsere Gene und die unserer Natur, zu vermarkten und patentieren zu lassen.
„cogito ergo sum“- oder: „Bin ich nicht mehr als die Summe meiner Teile?

Wir leben Umweltschutz!


Unsere Umwelt ist die Gesamtheit von Allem was uns umgibt. Ein anderes Wort ist die Natur, sie bezeichnet den dünnen Hauch von Leben, der unseren Planeten umgibt, unsere Biosphäre.
Der Ökologe E.P.Odum sagte über unsere Biosphäre sinngemäß:
„Unsere Biosphäre ist wie das Lebenserhaltungssystem eines Raumschiffes. Nur haben wir dieses Lebenserhaltungssystem nicht selbst geschaffen und die Vorgänge die in ihm ablaufen sind so komplex, dass wir sie nicht verstehen können.“ Wir sollten also nicht zu stark in Prozesse eingreifen, die wir kaum verstehen. Überall in unserer Umwelt finden wir heute Spuren unseres Wirkens:
Medikamentenrückstände, endokrine Disruptoren und andere chemische Rückstände im Trinkwasser, die da nicht hineingehören. Radioaktives Material, dass als Staub von Uranmunition freigesetzt wurde oder aus Lagerstätten abgebrannter Materialien aus Kernkraftwerken ins Grundwasser gelangt,
persistente, also schwer abbaubare Stoffe wie Dioxine, Schwermetalle, die sich in der Nahrungskette anreichern, es gäbe noch mehr Beispiele, denken wir auch an die Ölkatastrophen wie im Golf von Mexico oder an Fukushima.
Wir verspüren oft keine direkten Auswirkungen der Verschmutzung, Verseuchung und der Zerstörung unserer Umwelt, aber in einen zeitlichen Rahmen gesetzt dürfte klar sein, dass das ungünstige Konsequenzen haben wird für das Leben auf unserer Erde, wenn es die Umwelt nicht mehr schafft zu puffern.
Zum Abschluss noch ein Zitat des Bewusstseinsforschers Ken Wilber:
„Wir sind nicht nur ein Teil der Natur, sondern die Natur ist auch ein Teil von uns.“
Wir sollten mit diesem Teil von uns besser umgehen!